Die Geschichte der Buckelapotheker

Die Geschichte der Buckelapotheker

Vom 16. bis ins 20. Jahrhundert vertrieben die Buckelapotheker Olitäten (Naturheilmittel) in ganz Mitteleuropa. Die Buckelapotheker gehörten zu den Buckelkrämern. Buckelkrämer, oder auch Rückenkrämer war im Mittelalter die Bezeichnung für „reisende Händler“. Ihre Heimat war der Thüringer Wald. Dank ihres Wissens in der Naturheilkunst genossen sie zur damaligen Zeit großes Ansehen, selbst von Ärzten und Chirurgen.

Die Buckelkrämer

Buckelkrämer waren im Mittelalter sogenannte „reisende Händler“. Sie trugen ihre Waren stets mit sich herum. Auf ihrem Rücken (Buckel) befand sich ein Reff, ein Holzgestell, auf dem sich ihre Waren befanden. So reisten die Rückenkrämer zu Fuß von Ort zu Ort und boten ihre Waren an.

Eine besondere Form eines Buckelkrämers war der Buckelapotheker. Er verkaufte keine alltäglichen Waren, sondern Heilmittel und Tinkturen. Auf seinem Reff hatte der Buckelapotheker viele Tonkrüge, Glasflaschen und auch Spanschachteln, in denen seine Wundermittel sicher transportiert werden konnten. So ausgerüstet reiste er meist zu Fuß in mehrere Wochen andauernden Märschen zu seinen Kunden, die in ganz Europa verteilt waren. Dabei gab es strikte Gebietstrennungen der Apotheker untereinander. Um Konkurrenz aus dem Weg zu gehen und sich eine Art Monopol aufrecht zu erhalten, wurden die Absatzgebiete der einzelnen Familien klar definiert.

Die Naturheilmittel wurden in vielen Gebieten gesammelt und verarbeitet. Eines davon war das Gebiet rund um das Thüringer Schiefergebirge, welches ein Ausmaß von ca. 300 km2 besitzt. Die Haupteinsatzgebiete der Buckelapotheker waren unter anderem Deesbach, Meuselbach-Schwarzmühle, Königsee, Schmiedefeld, Großbreitenbach und Oberweißbach. 

Der unhandliche, hölzerne Reff wurde einst von einem oberweißbacher Sattler durch einen viel bequemeren und handlicheren Lederranzen ersetzt. Daher kommt der regional umgangssprachliche Begriff „Raanz“ für den Landstrich Oberweißbach.

 

Die Buckelapotheker waren hoch angesehen

 

Im späten 16. Jahrhundert wurde in manchen deutschen Territorien ein Gesetz gegen das Hausieren erlassen. Darunter fielen sowohl die einfachen Buckelkrämer, als auch die Buckelapotheker, welche fortan als Bettler, Verbrecher und auch als „herrenloses Gesindel“ beschimpft wurden. Manche Städte verboten sogar die alleinige Beherbergung der Buckelkrämer.

Lange Zeit ruhte daher das Geheimnis um diese sagenumwobenen Buckelapotheker. Zwar begann ihre traditionelle Heilmittelherstellung bereits lange vor dem Dreißigjährigen Krieg, ihre Blütezeit lag aber im 18. Jahrhundert. Man konnte Sie schon von Weitem erkennen: Brauner Schoßrock, rote Weste, weißes Halstuch, Braune Lederhose, Gamaschen und dazu schwarze Schuhe. Das war ihre Standardkleidung. Ergänzt wurde das Erscheinungsbild durch ihren braunen Dreispitz und dem unübersehbaren Reff auf dem Rücken. So ausgestattet verkauften sie Öle, Balsame, Tinkturen, Extrakte und Arzneitees, vorlieblich auch an Fürsten- und Königshäuser in ganz Europa. Dort nannte man sie nicht mehr „herrenloses Gesindel“ sondern „gottgelobte Laboranten aus Thüringen“. Selbst Ärzte und Chirurgen von damals schätzten und befolgten den Rat der Buckelapotheker. Überall genossen sie höchstes Ansehen. Für dieses Ansehen nahmen sie gerne die Strapazen der weiten Märsche auf sich. Letztlich sind die Buckelapotheker die Vorreiter der heutigen Vertreter der Spirituosen- und Pharmaindustrie.

Zusammen mit dem Förderverein „Olitätenwege der Buckelapotheker“ haben wir die überlieferten Rezepturen wieder aufleben lassen. Wir stellen diese Besonderheiten nach zeitgemäßer Technologie für Sie, lieber Kunde, wieder her.

Geben Sie also der alten Apothekerkunst eine Chance und vertrauen Sie auf die Altmeister der Naturheilkräfte!

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